Inhalt der Ausgabe 05/2026
Standpunkt
Inhalt
Was Wissenschaft Bewegt
Besonders in krisenhaften Zeiten ist Wissenschaft ein wichtiger Kompass. Doch Wissenschaftsfreiheit als Fundament der Erkenntnis ist kein selbstverständliches Gut, wie verschiedenste Entwicklungen weltweit und auch in Deutschland zeigen. Ein Plädoyer für Resilienz, Entlastung und internationale Solidarität.
Wie ist es um das Verhältnis von Staat und Wissenschaft bestellt? Wie hat die Rechtsprechung die Wissenschaftsfreiheit justiert? Ein Blick auf Reformen der vergangenen Jahrzehnte und aktuelle Herausforderungen.
Der Academic Freedom Index (AFI) erfasst Wissenschaftsfreiheit weltweit und liefert jährlich aktualisierte Daten. Der neueste Jahresbericht wurde im März 2026 veröffentlicht. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Zusammenhang von institutioneller Autonomie und der individuellen Freiheit zu forschen und zu lehren.
Die Freiheit von Wissenschaft und Forschung ist eines der höchsten Güter der Demokratie. Aktuelle politische Entwicklungen zeigen jedoch, wie fragil sie ist. Wo können Politik, Forschung und Hochschulen ansetzen, um Wissenschaft und Gesellschaft langfristig zu vernetzen und Wissenschaft dadurch zu stärken?
Politische Herausforderungen und wachsende Bedrohungslagen stellen die Forschungswelt zunehmend vor unbequeme Fragen. Das friedensorientierte Selbstbild der Hochschulen trifft dabei auf Argumente der (militärischen) Wehrhaftigkeit der Demokratie.
Seitenwechsel
Seitenwechsel, beispielsweise von der Wissenschaft in die Politik oder in die Wirtschaft, gehören in Deutschland nicht unbedingt zu einer klassischen Karriere. Wie stark sind die Sphären voneinander getrennt, wo zeigen sich Schnittmengen? Wie verbreitet sind Grenzgänger?
+++ Einmalige Gelegenheit +++ Von der Wissenschaft in die richterliche Praxis und zurück +++ Ein Plädoyer für mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Politik +++ Vom Wissenschaftler zum Oberbürgermeister +++
Nachruf
Jürgen Habermas wurde nach seinem Tod als einer der bedeutendsten Denker unserer Zeit und als eine intellektuelle Autorität gewürdigt. Welche Rolle spielte er in der deutschen Wissenschaftslandschaft? Inwiefern prägt Habermas‘ Denken auch heute noch die Auseinandersetzung über das, was Wissenschaft sein soll und kann?
Wissenschaftsfreiheit
Immer wieder erreichen Professorinnen und Professoren verschiedene Anfragen interessierter Laien, wissenschaftliche Auskünfte zu erteilen. Während es Hochschulen bereits gewohnt sind, auf parlamentarische Anfragen zu antworten, sprechen Abgeordnete gelegentlich auch einzelne Forschende an und möchten wissenschaftliche Einschätzungen. Ist man hierzu verpflichtet?
Künstliche Intelligenz
Seit der Veröffentlichung von ChatGPT wird das Ende von Haus- und Abschlussarbeiten intensiv thematisiert. Hier geht es vorrangig um den Einsatz von KI-Chatbots. Aber die weitaus größere Welle der KI-induzierten Disruption ist bereits angelaufen: Stellen digitale Distanzprüfungen und Onlinezertifikate noch einen verlässlichen Gradmesser für menschliche Kompetenz dar?
Gemeinschaftsforschung
Wo aus Fachgrenzen Brücken und aus Kollegialität programmatisch unterstützte Kultur werden, beginnt jene besondere Spezies akademischer Zusammenarbeit, für die vor ziemlich genau 100 Jahren ein eigenes Instrument geschaffen wurde: die Gemeinschaftsforschung. Ein Erfahrungsbericht.
Karrierepraxis
Ein aufgeräumter Arbeitsplatz unterstützt Konzentration, Effizienz und Wohlbefinden – gerade im wissenschaftlichen Arbeitsalltag. Die 5S-Methode aus Japan bietet einen bewährten Leitfaden und hilft, Ordnung dauerhaft zu etablieren, Ablenkungen zu reduzieren und Arbeitsprozesse effizient zu gestalten – sowohl im Büro als auch im Homeoffice.
Rubriken
+++ Frühstück +++ Pflicht +++ Wandel +++ Hypothese +++ Wertvoll +++ Verlust +++ Eitelkeit +++
+++ Gleiche Daten, andere Ergebnisse +++ Frauen in der Kommunalpolitik +++ Alle 20 Jahre Minirock +++ Erstaunliche Resilienz eines tropischen Regenwaldes +++
Meinungsstark: Der Autor, ein immens fleißiger Sammler und Kompilator von Daten, hat schon sehr viel zum Thema publiziert – siehe den umfangreichen Eintrag in der Literaturliste. Als Direktor eines Instituts, das bereits von seinen Vorgängern Jan-Hendrik Olbertz und Reinhard Kreckel angelegt war, schwerpunktmäßig „Literatur zur Wissenschafts- und Hochschulpolitik“ (Eigendarstellung) zu sammeln und aufzuarbeiten, kann er sich auf einen soliden Fundus stützen.
| Lizenz: |
ESV-Lizenz |
| ISSN: |
0945-5604 |
| Ausgabe / Jahr: |
5 / 2026 |
| Veröffentlicht: |
2026-05-06 |
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