Inhalt der Ausgabe 01/2026
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Nachrichten
+++ Bundesweite Betreuungsrelation inzwischen bei 1:58 +++ Wissenschaftsstandort Deutschland hochattraktiv +++ Sorge statt Zuversicht für das Jahr 2026 +++ Klage nur in Teilen erfolgreich +++ DFG-Pauschale nun bei 25 Prozent +++ Assyriologe ist „Hochschullehrer des Jahres” +++ 30 Prozent Frauenanteil bei Professuren +++ 2 876 900 Studierende +++ Großbritannien kehrt zu Erasmus+ zurück +++
Forschungsbewertung
Wie schwierig es geworden ist, die Forschungsqualität zu sichern, zeigen nicht zuletzt die Herausforderungen, die durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz entstehen. Welche institutionellen Ressourcen sind nötig, um differenzierte Bewertungsverfahren zu entwickeln und das Vertrauen in die Wissenschaft zu sichern? Ein Erfahrungsbericht.
Open Access steht einerseits für eine verbesserte Zugänglichkeit wissenschaftlicher Arbeiten. Andererseits mehren sich die Hinweise, dass die auch von politischer Seite vielfach geforderte Publikationspraxis eine Kollision wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Interessen befördert, mit Konsequenzen für die Forschungsbewertung.
Die Reforminitiative zur Forschungsbewertung CoARA wurde von der Europäischen Kommission angestoßen. Wie blicken die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und damit die deutschen Hochschulleitungen auf die EU-Reform? Welche Chancen eröffnen sich mit CoARA, welche kritischen Punkte gilt es zu beachten?
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft nutzt seit März 2023 bei der Einreichung von Förderanträgen eine einheitliche Lebenslaufvorlage. Antragstellerinnen und Antragsteller sollen so stärker inhaltlich bewertet werden können. Im Jahr 2024 wurde die Nutzung des CV-Musters ausgewertet. Ein Gespräch über persönliche Rahmenbedingungen, Forschungsoutput und Kontextualisierung.
Die Digitalisierung des akademischen Publikationswesens führt zu einer massiven Zunahme von Metadaten über Forschung. Dadurch hat sich ein eigener Markt für digitale Infrastrukturen der Forschungsinformation etabliert, in dem es neben proprietären auch offene Datenbanken gibt. Was bedeutet dies für Datenqualität und Nachvollziehbarkeit? Wie wirkt sich das auf die praktische Nutzung an Universitäten und Forschungsinstituten aus? Erste Ergebnisse eines Forschungsprojekts.
Seit 2024 erprobt die VolkswagenStiftung das Distributed-Peer-Review-Verfahren zur Bewertung von Forschungsanträgen. Dabei werden Antragstellende zu Gutachterinnen und Gutachtern – mit Antragstellung willigen sie ein, bis zu fünf anonymisierte Anträge aus dem Förderprogramm zu begutachten. Ein Gespräch über erste Erfahrungen aus dem Pilotprojekt.
Die Coalition for Advancing Research Assessment (CoARA) setzt sich dafür ein, Qualität und Relevanz von Forschung besser zu bewerten und vor diesem Hintergrund deutlich wissenschaftsangemessenere Entscheidungsprozesse zu ermöglichen.
Zivilklausel
Die strikte Trennung von ziviler und militärischer Forschung an den Hochschulen, die sogenannte Zivilklausel, wird angesichts wachsender militärischer Bedrohungen wieder vermehrt diskutiert. Eine Kritik.
No screen policy?
In einer Arbeitswelt, in der technische Geräte nicht mehr wegzudenken sind, bleibt die Frage nach sinnvollen Rahmenbedingungen für guten Unterricht und wie man diesen an der Hochschule gestalten kann.
Mit dem Einzug der Smartphones und Notebooks in die Hörsäle wird diskutiert, ob und wenn ja auf welche Weise die digitalen Geräte das Lernen beeinträchtigen. Ein Blick auf aktuelle Studien zum Thema und die Stichhaltigkeit der Argumente der Verbotsbefürworter.
Hochschulleitung
Die Umgestaltung der Spitzenpositionen an den Hochschulen war ein zentrales Reformelement der Veränderungen der Hochschulgovernance ab 1998. Wie haben sich die Veränderungen auf die Profile der rekrutierten Personen ausgewirkt? Deskriptive Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung.
Künstliche Intelligenz
In einer Ära raschen Wissenswachstums und zunehmender technischer Möglichkeiten wird die Frage nach der Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) im Lernen relevanter denn je. Wie kann KI-basiertes Lernen die Hochschulbildung transformieren?
Studierende sehen die Nutzung von KI beim akademischen Schreiben durchaus kritisch. Ein differenzierter Blick auf unterschiedliche Einsatzszenarien zeigt problematische Entwicklungen und lernförderliche Nutzungsweisen.
Wissenschaftssystem
Gutes Wissenschaftsmanagement soll die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich Forscherinnen und Forscher auf ihre Arbeit konzentrieren können. Wie im Fußball gibt es verschiedene Positionen, auf denen das Management agiert und je nach Anforderung Strategien anpassen muss, um zum Erfolg der Forschungsaktivitäten und der zugehörigen Hochschulen beizutragen.
Arbeitsrecht
Seit 2006 verbietet das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz Benachteiligung im Arbeitsleben, so auch an Hochschulen. Dabei müssen Zuständigkeiten zugewiesen sowie Schutz und Beschwerdewege gewährleistet werden. Gegen welche Formen der Benachteiligung müssen Hochschulen Maßnahmen ergreifen, welche Rechte haben Betroffene?
Karrierepraxis
Den Vorsatz nicht zu streiten, haben viele Menschen verinnerlicht. Doch kann Streitvermeidung auf Dauer wirklich die Lösung sein? Tatsächlich würden ohne Streit weder unsere privaten noch unsere beruflichen Beziehungen funktionieren.
Rubriken
+++ Schicksal +++ Zukunft +++ Gelassenheit +++ Note +++ Chance +++ Wahrheit +++ Gift +++ Vertrauen +++ Verständnis +++ Werkzeug +++ Verstand +++
+++ KI im Journalismus +++ „Gesundheit in Deutschland“ +++ Schnurren verrät mehr als Miauen +++ Schön klingende Wörter lassen sich besser merken +++
Mutter des Computers: Ada Lovelace (1815–1852), die Tochter Lord Byrons, ist eine Art Galionsfigur weiblicher Wissenschaft geworden, weil sie sich als Frau wissenschaftlich betätigte, gegen alle Hindernisse einer patriarchalischen Tradition, und weil sie das Potential von Rechenmaschinen erkannte.
Wir sind Pompeji: Pompeji ist ein Katastrophenort. Am 24. August 79 nach Christus vernichtete der Ausbruch des Vesuvs eine Stadt von mittlerer Größe. Heute ist es ein archäologischer Park, seit 2021 geleitet von Gabriel Zuchtriegel.
| Lizenz: |
ESV-Lizenz |
| ISSN: |
0945-5604 |
| Ausgabe / Jahr: |
1 / 2026 |
| Veröffentlicht: |
2026-01-15 |
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