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Inhalt der Ausgabe 04/2015

Editorial

Call for Papers 2016

Inhalt

Inhalt / Impressum

Immissionsschutz - Kontinuierliche Messungen

Die immissionsschutzrechtliche Anordnung kontinuierlicher Messungen gemäß § 29 BImSchG

Vor allem bei immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftigen Anlagen kann – da diese in besonderem Maße geeignet sind, schädliche Umweltweinwirkungen hervorzurufen – ein Bedürfnis nach ständiger Kontrolle bestimmter Emissionen oder Immissionen gegeben sein. § 26 BImSchG, der nur die Anordnung von Einzelmessungen erlaubt, hilft insofern nicht weiter. Demgegenüber ermöglicht § 29 BImSchG die Anordnung kontinuierlicher Messungen. Mit ihrer Hilfe können auch kurzzeitig auftretende Emissions- oder Immissionsspitzen erfasst werden und es sind im Unterschied zu Einzelmessungen, deren Ergebnisse nicht immer repräsentativ sind, wirklichkeitsgetreue Feststellungen möglich.

Luftreinhaltung - Zur Novellierung der europäischen NEC-Richtlinie

Biodiversität und menschliche Gesundheit brauchen ambitionierte Emissionsreduktionsziele

Im Januar 2015 hat der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) ein Sondergutachten mit dem Titel „Stickstoff – Lösungsstrategien für ein drängendes Umweltproblem“ veröffentlicht. Darin werden die Belastungen durch reaktive Stickstoffverbindungen in Deutschland beschrieben sowie ihre Emissionsquellen und Verursacher benannt. Außerdem werden stickstoffbezogene Politiken untersucht und Empfehlungen zur Minderung der Stickstoffproblematik vorgeschlagen. Eine wichtige europäische Minderungsmaßnahme, die auch im Sondergutachten des SRU bewertet wird, ist die derzeit in Brüssel diskutierte Reform der Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen (NEC-Richtlinie). Von der EU-Kommission wird eine Fortschreibung der Emissionshöchstmengen bis 2030 vorgeschlagen. Dies bedeutet unter anderem eine weitere Reduktion der nationalen Emissionen an Ammoniak und Stickstoffoxiden. Der Artikel stellt Auszüge aus dem Sondergutachten zusammen, in denen zunächst für Ammoniak und Stickstoffoxide die Emissionen, Verursacher und Belastungen in Deutschland beschrieben werden. Daran anschließend folgt eine Darstellung und Bewertung des o. g. Kommissionsvorschlags im Hinblick auf die Reduktionsverpflichtungen für die beiden Luftschadstoffe.

Immissionsschutz – Bioaerosole – zur Geschichte der Methoden

Zur Geschichte der Entwicklung von Methoden zur Bestimmung und Bewertung von Bioaerosolen

Die Befürchtungen in der Bevölkerung, Bioaerosol-Immissionen, bedingt durch Tierhaltungsanlagen und Abfallbehandlungsanlagen, könnten gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen, führten seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts zu Aktivitäten der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN (KRdL) wie auch der Verwaltung. Die KRdL schuf über ihre Richtlinienarbeit und die damit verbundenen Standardisierungen die Grundlagen für die Emissions- und Immissionsmessungen sowie die Bewertung von Bioaerosolen. Die Bund/Länderarbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz (LAI) ihrerseits verabschiedete, auf der Arbeit der KRdL aufbauend, einen Leitfaden für den Umgang mit der Belastung durch Bioaerosole in Genehmigungs- und Überwachungsverfahren (2014), speziell für die Durchführung einer Sonderfallprüfung nach Nr. 4.8 TA Luft, der mittlerweile von den Ländern in der Praxis erprobt wird. Mit dem darin angegebenen Kriterium, ab wann schädliche Umwelteinwirkungen nicht mehr mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden können, ist für diese Verfahren eine wichtige Hilfestellung gegeben und – davon abgesehen – eine Forderung aus den 90er Jahren erfüllt.

Immissionsschutz - Smog Forecast

Just in time smog-alert forecast by analysis of air quality monitoring stations’ data

Smog is one of today’s greatest challenges that modern urban societies have to face, despite that by human health perspective ambient air pollution due to Particulate Matter (PM10 ) is only at the 8th place (WHO, 2009). Both Los Angeles- and London-type smog have caused serious health related issues, leading to shockingly increased mortality rates associated with respiratory diseases. For purposes of smog prevention and/ or elimination, as set forth in ambient air quality management and control legislation, forecasts on the expected levels of atmospheric pollutants are indispensable.

Immissionsschutz - AUSTAL2000 bleibt nicht valide

Replik auf den Beitrag „Erwiderung der Kritik von Schenk an AUSTAL2000 in Immissionsschutz 01/2015“

An Einzelbeispielen wurde in SCHENK für AUSTAL2000 nachgewiesen, dass der zweite Hauptsatz der Thermodynamik und der Massenerhaltungssatz verletzt sind. In A. TRUKENMÜLLER et 13 alii. wird dem widersprochen und ausgeführt, dass AUSTAL2000 dennoch verifiziert und validiert ist. In einem weiteren Beitrag zeigt Schenk auf, dass die dort gegebene Herleitung der Referenzgleichung dennoch fehlerhaft ist. Es handelt sich um eine triviale Lösung. Diese wird nachträglich so verfälscht, dass Haupt und Erhaltungssatz verletzt werden. Die korrekte nicht triviale Lösung wird angegeben. Weiterführend wird mittels gültiger Integralsätze die Allgemeingültigkeit der schon früher erhobenen Einwände gegenüber AUSTAL belegt.

Service

Aus der LAI / Personalien

+++ Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg 2015: Nahtlose Filterschläuche reduzieren Feinstaub und verhindern Kontamination +++

Informationen aus der Rechtsprechung

+++ Begrenzung der EEG-Umlage für selbständige Unternehmensteile nur bei Marktauftritt – BVerwG 8 C 7.14 – Urteil vom 22. Juli 2015 +++ Geflügelmastanlage – Erforderlichkeit von Vorsorge gegen Bioaerosol-Belastung der Nachbarschaft muss neu geprüft werden – BVerwG 7 C 10.13 – Urteil vom 23. Juli 2015 +++

Informationen aus der Europäischen Union

+++ Kommissarin Bieńkowska fordert wirksame Abgastests +++ Gemeinsame EU-Position für Klimakonferenz in Paris steht +++ Umweltbericht 2015: Zustand der Umwelt besser, aber viel bleibt zu tun +++

Veröffentlichungen

+++ Prof. Dr. Klaus Hansmann: Bundes-Immissionsschutzgesetz. Textsammlung mit Einführung und Erläuterungen, Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden 2015, 33. Auflage mit Stand 1. Mai 2015, 1214 S. +++ Dr. Jessica Schröter: Climate Engineering – Ein zulässiges Mittel gegen den Klimawandel? +++ Felix Hornfischer / Dominik Kupfer / Christian Popp / Udo Weese: Kooperatives Management der Lärmsanierung Kooperationsmöglichkeiten von Baulastträgern bei Mehrfachbelastungen durch Straßen und Schienenwege, Kirschbaum Verlag, erschienen 2014, 168 Seiten, ISBN: 978-3-7812-1919-9, (D) 44,00 € +++

Aktuelle Umweltvorschriften

+++ Europäische Union / Bund +++

Umweltinformationen

+++ Neue UBA-Studie +++ UBA-Präsidentin Krautzberger zu den Abgasmanipulationen bei VW +++

Presseinformationen

+++ Bundesverband Erneuerbare Energie +++ Saubere Luft braucht konkretes Handeln +++ Vulkanausbrüche bremsen Klimawandel – vorübergehend +++ Brandenburg beim Ausbau der Windenergie unter Druck – Branchenverband legt Halbjahreszahlen vor +++

Veranstaltungskalender

Ausgewählte Veranstaltungstermine von November 2015 bis März 2016
 

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