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Inhalt der Ausgabe 03/2009

Editorial

Umweltprobleme in der Dritten Welt – wirklich weit weg?

Inhalt / Impressum

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Immissionsschutz / Anforderungen PM2.5

Welche Anforderungen stellen die neuen europäischen Regelungen zu der Feinstaubfraktion PM2.5 an den Immissionsschutz?

  • Feinstaubfraktion PM2.5
  • Neue Anforderungen der Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EG
  • PM2.5-Messungen
  • Korrelation der Feinstaubfraktionen PM2.5 und PM10
  • Verringerung der durchschnittlichen nationalen Exposition
  • Zielwerte, Grenzwerte für PM2.5
  • Trends der PM2.5-Belastung

Die europäische Richtlinie 2008/50/EG enthält als zentrales neues Element Regelungen zur Senkung der Luftbelastung durch die Feinstaubfraktion PM2.5. Die neuen Regelungen werden vorgestellt; sie folgen einerseits dem klassischen Ansatz allgemein verbindlicher Grenz- und Zielwerte, führen jedoch andererseits ein neues Element ein: die Senkung der durchschnittlichen urbanen Exposition in den Mitgliedstaaten auch bei Einhaltung der Ziel- und Grenzwerte. Der Beitrag untersucht die Frage, ob von den neuen Regelungen zusätzliche Anforderungen an den Immissionsschutz in Deutschland gestellt werden. Dazu wird zunächst die Korrelation der Feinstaubfraktionen PM10 und PM2.5 bestimmt, die insbesondere an verkehrsbezogenen Messpunkten sehr eng ist. Die gute Korrelation der Jahresmittel beider Feinstaubfraktionen ermöglicht es, das dichte Messnetz für die Feinstaubfraktion PM10 auch für die Prognose von Überschreitungen der Ziel- und Grenzwerte für die Feinstaubfraktion PM2.5 heranzuziehen. Danach wird bis 2020 der Grenzwert für das Tagesmittel der Feinstaubfraktion PM10 weiterhin die strengste Regelungsgröße darstellen. Langjährige Zeitreihen aus dem Westen Deutschlands zeigen einen fallenden Trend der PM2.5- Belastung, der derzeit größer ist als die zu erwartende durchschnittliche nationale Einsparverpflichtung von 15 % bis 2020.

Luftreinhaltung / Emissionsminderung bei Textilveredlungsanlagen

Emissionsminderung bei Textilveredlungsanlagen

  • Emissionsminderung bei Textilveredlungsanlagen
  • Anforderungen nach TA Luft Nr. 5.4.10.23
  • LAI-Bausteinekonzept
  • Möglichkeiten der Abgasreinigung
  • Ergebnisse des Projektes "Beste Verfügbare Techniken bei der Abluftreinigung bei Textilveredlungsanlagen" der Universität Augsburg
  • Messtechnische Ermittlung der Substanzemissionsfaktoren
  • Aktuelle Probleme bei der Einhaltung von Emissionsgrenzwerten

Textilveredlungsanlagen unterscheiden sich aufgrund der zahlreichen verschiedenen Einsatzstoffe, der kurzen Dauer der Herstellungsverfahren sowie der Produktvielfalt entscheidend von anderen Anlagentypen. Aus diesem Grund wurde 1994 das sog. LAI-Bausteinekonzept in Zusammenarbeit mit den betroffenen Verbänden TEGEW und TVI entwickelt, dessen wesentliche Elemente bei der Novellierung der TA Luft 2002 unter Nr. 5.4.10.23.1 aufgenommen wurden und hier nochmals erläutert werden.
Von der Universität Augsburg wurde zusammen mit anderen Projektpartnern (Fa. MTS Germany GmbH, Fa. Lufttechnik Bayreuth GmbH, Fa. J. G. Knopf's Sohn GmbH) im Dezember 2008 eine Studie zu den "Besten Verfügbaren Techniken bei der Abluftreinigung in der Textilveredlung" erstellt. Die Ergebnisse hierzu werden vorgestellt; interessant sind vor allem auch die untersuchten wirtschaftlichen Aspekte.
Des Weiteren werden aktuelle Problemthemen, wie die Messung der Substanzemissionsfaktoren von Rezepturbestandteilen im Rahmen der erstmaligen bzw. wiederkehrenden Emissionsmessung sowie das sog. "Methanolproblem" bei bestimmten Herstellungsprozessen, angesprochen und diskutiert.

Luftreinhaltung / Raffineriegerüche

Gerüche aus Raffinerien

  • Raffinerie
  • Geruch, Gerüche
  • Olfaktometrie
  • Immissionsprognose
  • Effizienz von Minderungsmaßnahmen

Rohöle und viele Mineralölprodukte zeichnen sich durch intensive Gerüche aus. In der Umgebung von Raffinerien kann es daher zu Geruchswahrnehmungen kommen. Nicht selten müssen sich die Betreiber von Raffinerien mit Beschwerden aus der Nachbarschaft auseinandersetzen. Geruchsintensive Produkte und Anlagenteile, in deren Nahbereich es zu Geruchswahrnehmungen kommt, sind oft leicht zu identifizieren. Die Frage lautet jedoch, inwieweit sich dies außerhalb des Betriebsgeländes auswirkt und welche Verbesserung durch Minderungsmaßnahmen erreicht werden kann. Es wird hierfür eine Methode vorgeschlagen, die vom Autor bereits in mehreren Fallstudien angewendet wurde. Durch Analyse-Prozesse und mit Hilfe olfaktometrischer Untersuchungen werden Emissionsmodelle entwickelt. Unter Berücksichtigung der standortspezifischen meteorologischen Verhältnisse werden dann auf dieser Grundlage Ausbreitungsrechnungen durchgeführt. Im Ergebnis können die Beiträge einzelner Emittenten zur Geruchssituation in der Nachbarschaft bewertet werden. Die erzielbare Wirkung von Minderungsmaßnahmen kann vorhergesagt werden, wodurch eine Bewertung der Effizienz der erforderlichen Investitionen ermöglicht wird. Derartige Studien können daher als Instrument zur wirtschaftlich effizienten Steuerung von Investitionsmaßnahmen eingesetzt werden.

Immissionsschutz / Kostenregelung § 30 BImSchG

Die Kostenregelung des § 30 BImSchG und ihre Umsetzung in der Praxis

  • Anlagenüberwachung
  • Eigenüberwachung
  • Messanordnungen
  • Aufwendungen des Anlagenbetreibers
  • Kostenerstattungsanspruch

Neben staatlichen Überwachungsmaßnahmen (§ 52 BImSchG) kann auch durch Maßnahmen der Eigenüberwachung dafür gesorgt werden, dass die Einhaltung immissionsschutzrechtlicher Verpflichtungen einer Kontrolle unterliegt. Die §§ 26 bis 29a BImSchG ermächtigen die Behörde daher dazu, den Betreiber einer Anlage zur Ermittlung von Emissionen und Immissionen sowie zur Durchführung sicherheitstechnischer Prüfungen zu verpflichten. Derartige Maßnahmen verursachen einen Kostenaufwand, den nach der Kostenregelung des § 30 BImSchG grundsätzlich der Anlagenbetreiber zu tragen hat. Für Betreiber nicht genehmigungsbedürftiger Anlagen enthält § 30 Satz 2 BImSchG eine Ausnahme, derzufolge der Betreiber nur zur Kostentragung herangezogen werden kann, wenn das Ergebnis der Ermittlungen einen Pflichtenverstoß des Betreibers erkennen lässt. Liegt kein Pflichtenverstoß vor, so hat der Betreiber einer nicht genehmigungsbedürftigen Anlage einen Anspruch auf Erstattung der Aufwendungen, die ihm durch die Messungen entstanden sind. Dieser Kostenerstattungsanspruch lässt sich dem Wortlaut des § 30 Satz 2 BImSchG nicht unmittelbar entnehmen, ergibt sich aber aus dem Sinn und Zweck dieser Bestimmung.

Service

Aus der ACK/UMK

  • Wichtige Themen auf der Tagesordnung der 43. ACK und 72. UMK

Informationen aus der Rechtsprechung

  • Planung für den Bau der A 44 zwischen Ratingen und Velbert im Grundsatz tragfähig, aber ergänzungsbedürftig
  • Kohlekraftwerk Lünen: Der EuGH muss klären, in welchem Umfang Umweltorganisationen klagen dürfen
  • Verwaltungsgericht bestätigt die Umweltzone Hannover

Aktueller Überblick – Stand: Juli 2009

  • Gefragt sind Visionen für die Verkehrsströme der Zukunft – Welche Trends und Herausforderungen bestimmen die Verkehrspolitik der nächsten Jahrzehnte maßgeblich?
  • Schweden übernahm zum 1. Juli 2009 EU-Ratspräsidentschaft
  • Hausgeräteindustrie: EU-Entscheidung für das neue Energielabel für Kühlschränke ist wegweisend
  • CO2-Abscheidung und -Speicherung: EU-China-Projekt
  • G8-Staaten bekennen sich zu konkreten Klimazielen – Erfolg der EU-Verhandlungen

Veröffentlichungen

Rezensionen:

  • Bundes-Immissionsschutzgesetz
  • Nanotechnologie als Herausforderung für die Rechtsordnung
  • Jahrbuch des Umwelt- und Technikrechts 2009
  • GHS-Verordnung
  • UMWELTdigital.de
  • Handbuch der Luftreinhaltung und des Lärmschutzes
  • Handbuch der Umweltverträglichkeitsprüfung
  • EG-Umweltrecht
  • Strömungsakustik in Theorie und Praxis

Hinweise:

  • DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Norm-Entwurfs-Portal Neuer Service des DIN zur Mitwirkung in der Normung
  • Neue Studie: VDI-Richtlinien sorgen für mehr Wachstum
  • VDI-Richtlinien und DIN-Vorschriften

Nachrichten

  • Neuregelung der Kfz-Steuer ab 1. Juli 2009
  • Zuviel Feinstaub in deutschen Innenstädten – Weitere Maßnahmen zur Emissionsminderung nötig
  • Kabinett billigt Einstieg in Versteigerung von Emissionsrechten
  • UBA stellt Umwelt-Kernindikatoren ab sofort aktualisiert ins Internet
  • Start des PRTR-Deutschland

Aktuelle Umweltvorschriften

  • Europäische Union/Bund/Länder

Umweltinformationen

  • Neue EU-Richtlinie zielt vor allem auf Umwelt- und Klimaschutz
  • NRW Umweltminister Uhlenberg stellt Strategie zur Anpassung an den Klimawandel vor
  • Pilotversuch bestätigt: Weniger CO2-Emissionen mit neuem Diesel aus erneuerbaren Rohstoffen
  • Weiteres BUBE-Online-Modul zur 11. BImSchV freigeschaltet
  • Luftqualität: Kommission entscheidet über Anträge der Mitgliedstaaten auf Fristverlängerung zur Erreichung der EU-Normen für die Luftqualität
  • Wichtige Hürde genommen: Bundeskabinett beschließt Novellierung der Kleinfeuerungsanlagen-Verordnung
  • Programmes of Activities – Klimaschutzprojekt in Tunesien

Presseinformationen

  • Zeitenwende in der Papierproduktion
  • Getränkekartons noch ökologisch vorteilhaft?
  • Im Solarpark Sprendlingen bewegt sich was
  • Keine Angst vor dem Ende der Glühlampe
  • Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil übernimmt Schirmherrschaft für die Messe eCarTec 2009
  • Geringere Kostenbelastung für die Besitzer von Nutzfahrzeugen und Kleintransportern durch Partikelfiltereinsatz – Feinstaubbelastung und Maut lassen sich reduzieren
  • Entsorgung von Energiesparlampen
  • Erneuerbare Wärme sparte 2008 rund 3,5 Milliarden Euro Heizkosten – Neues Portal waermewechsel.de informiert Verbraucher

Personalien

  • Neugründung: VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt
  • UBA-Präsident Troge legte Amt nieder

Mitteilungen der Industrie

  • Praktizierter Umweltschutz: Kraftwerksneubau setzt Maßstäbe in Sachen Energieeffizienz
  • Geldbeutel und Umwelt lassen sich bei Motorinstandsetzung schonen – Recycling auf höchstem Niveau
  • Umweltbewusst: Amazone investiert in neue Abluftreinigungsanlage
  • Sicher in die mobile Zukunft
  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz – Sterr-Kölln & Partner zunehmend in der Beratung von Kommunen tätig
  • Neuartiger Flüssigkeitssensor entwickelt

Veranstaltungskalender

  • Veranstaltungstermine von September 2009 bis Dezember 2009
 

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