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Compliance ist keine Selbstverständlichkeit

Ausgehend von den in den USA Anfang des Millenniums stattgefundenen Finanzskandalen (ENRON, Worldcom) gewann der Begriff Compliance zunehmend an Bedeutung. Um das Vertrauen der Investoren in börsennotierte Unternehmen wieder zu erlangen, begann die Gesetzgebung Systeme und Regeln festzulegen, die damals in den USA im Sarbanes Oxely Act mündeten. Da Malversationen auch in Europa und anderen Kontinenten mit unterschiedlicher kultureller Prägung stattfanden, begann man zunehmend auch hierzulande Systeme und Maßnahmen zur Prävention solcher Vorfälle zu implementieren, um dem internationalen und globalen Waren- und Dienstleistungsaustausch zumindest eine gewisse Sicherheit zu geben. Dennoch finden weiterhin Korruptions-, Betrugs- und Manipulationsfälle in oft ungeahnter Größe statt, wie der zuletzt bekannt gewordene Skandal um Wirecard oder auch der in der scheinbar unbedeutende Commerzialbank Mattersburg/Burgenland, um nur zwei Fälle aus der Medienberichterstattung zu nennen. Offenbar kennt die wirtschaftskriminelle Energie einzelner Personen keine Grenzen, andere durch manipulatives Verhalten zu täuschen. In einer komplexen Welt, in einem sich ständig und schneller verändernden Umfeld können durch Unwissenheit oder Fahrlässigkeit Compliance-Verstöße sehr leicht passieren. Daraus ist zu schließen, dass Compliance, nämlich die Einhaltung von Rechtsnormen, Regeln und freiwilligen Selbstverpflichtungen unter Berücksichtigung ethisch-moralischer Grundsätze keine Selbstverständlichkeit ist.

Seiten 61 - 70

Dokument Compliance ist keine Selbstverständlichkeit